8.10.2026

Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheits- und Eingliederungsmanagements (BGM/BEM) stehen Pflegeunternehmen vor einer zunehmenden Herausforderung: Wenn Pflegekräfte den hohen physischen und psychischen Anforderungen der Tätigkeit gesundheitlich nicht mehr gewachsen sind, kommt es oft zu einer Häufung von Kurzerkrankungen. Individuelle Angebote zur Stundenreduzierung oder das Verfahren zur betrieblichen Wiedereingliederung werden von den Betroffenen zudem häufig abgelehnt – meist aus Sorge vor finanziellen Einbußen.
Für Arbeitgeber entstehen dadurch gravierende Lücken in der Dienstplanung, die das verbleibende Team auffangen muss und sich dadurch mit weiteren Belastungsfaktoren konfrontiert sieht.
Die KPH möchte Lösungen finden, um solche Lücken nachhaltig zu schließen und präventiv sowie rechtssicher zu agieren.
Daher wurden heute Experten verschiedener Bereiche wie Betriebsmedizin, Rehabilitationswesen, Rechtswissenschaft und Management zu einem Runden Tisch in die Räumlichkeiten der KPH in Essen-Kray eingeladen.
Gemeinsam wurde erörtert, wie Brücken für Betroffene gebaut werden können, z. B. durch Leistungen zur Teilhabe, Arbeitsplatzanpassungen oder finanzielle Ausgleiche und wie man der Situation begegnet, wenn Hilfe konsequent abgelehnt wird.